Volker Sigg - Männercoach - Teenagerzeit

Außenseiter und Nerd – meine Teenagerzeit

Ich war immer etwas anders. Kennst du das? Dann lies hier weiter…

Mit 12 oder 13 war ich in der Pubertät angelegt und auf einmal Kind mehr.
Die Haare wuchsen, wo ich es nicht kannte und plötzlich war ich unter den Kindern eher der Außenseiter.
Ich wollte immer irgendwo dazu gehören – aber ich war weder sportlich noch cool.

Wer meine Geschichte als Kind gelesen hat, weiß warum.
Ich war einfach verunsichert.
Ich war mir nicht sicher wo ich dazu gehörte.
Wer mich wirklich mochte.
Das Einzuordnen war schwer für mich.
Meine Familie war zerstritten, meine Mama kaum da und mein Vater hat sich selten eingemischt.Wenn dann mal über mich gelacht wurde,
weil
ich eben nicht so sportlich war,
nicht so cool war,
etwas andere Ansichten hatte,
dann war das für mich immer echt hart.
Was hab ich versucht:
Was irgendwie alle Nerds und Außenseiter versuchen…
Besser sein durch Leistung oder irgendetwas Beeindruckendes zu machen.
Ich hab bei mir Zuhause oder in extra dafür hergerichteten (!) Heuschobern riesige Parties geschmissen…
Bin vermeintlichen Freunden hinterhergerannt, die mich nie zu schätzen wussten…
Die Anzahl von Menschen an meiner Geburtstagsparty konnte nich groß genug sein…
Später wurde ich Jugendleiter der Katholischen Jugend und ein paar Jahre später auch vom Musikverein…
Status … Status … Status
Um jemand zu sein – um meine Mutter und meine vermeintlichen Freunde zu beeindrucken.
Aber was ist geschehen: meiner Mutter wars weiterhin egal… und wirklich mehr echte Freunde hatte ich dadurch auch nicht.
Mein verschlossenes Herz (siehe meine Geschichte als Kind) hat dazu natürlich auch nicht positiv beigetragen.Von dieser Verhaltensweise konnte ich mich eigentlich erst lösen, als ich fast schon 30 war.
Ich war ausgebrannt davon immer leisten zu müssen um dafür Anerkennung zu bekommen.
Und dann war natürlich auch meine neue Freudin da (die dann später meine Frau wurde), die diese Verhaltensweise erst mal kompensiert hat.
Unsere unglaubliche Liebe und die echt tollen Jahre am Anfang haben das alles überdeckt.Bis es irgendwann wieder aufgebrochen ist in der Ehe und mit der Verantwortung für die Kinder….
dazu aber in einem anderen Artikel mehr…Du fragst dich, warum ich das alles so offen erzähle?
Weil ich weiß wie es ist in Sackgassen festzustecken, sich abzustrampeln und doch nicht raus zu kommen.
Die Gründe sind unsere Prägungen und Blockaden aus der Kindheit und als Jugendliche.
Diese Prägungen und Blockaden Allein zu lösen ist, aus meiner heutigen Sicht schlicht UNMÖGLICH.
Wir sehen den Wald (unser eigentliches Selbst) vor lauter Bäumen (den eingeübten Verhaltensweisen und Sichtweisen) nicht.
Erst wenn uns von einem Dritten von Außen ein Kompass gegeben lassen, beginnen wir zu erkennen, wie der Weg aus dem Dickicht zu schaffen ist um wieder leichter und einfacher durchs Leben zu gehen.

Oft braucht es große Einschnitte im Leben, wie die Trennung von einem geliebten Partner um wieder klarer sehen zu können.
Weil der Schmerz alles zutage fördert.

Wenn du einen Dritten suchst, der dir den Kompass geben kann:
Ich bin für dich da!